06.03.2017, von Jens Courtois

Üben wie die Großen

Zu unserer Samstagsausbildung am 04.03.2017 wurde durch unsere Führungskräfte im Vorfeld festgestellt, dass die Ausbildung der Kraftfahrer (Thema: Einsatzfahrten mit Sonder- und Wegerecht in Theorie und Praxis) mit unserem Jugend-Dienst zusammenfällt. Da wurde die Idee geboren, beide Veranstaltungen zusammenzubringen. Gesagt, getan, notwendige Genehmigungen eingeholt, noch ein bissel Vorbereitung (welches Übungsgelände, was soll dort passieren, Gespräche mit dem Eigentümer), und schon konnte es losgehen. Und das kam dabei raus: Mitten in der Ausbildung der Jugend, die Kraftfahrerschulung war auch schon voran geschritten, kam an unsere Jugend der Befehl: „Einsatzübung! Einsatzbereit machen!“ Nach einem kurzen Sortieren der Junghelfer entsprechend Ihrer vorher festgelegten Gruppe wurden die Fahrzeuge besetzt, in welchen parallel bereits die Kraftfahrer Platz genommen hatten, danach ging es auch schon los. Am „Einsatzort“, dem alten Kühlhaus in Görlitz-Weinhübel angekommen, wurde nach einer kurzen Einweisung in das Gelände und seine besonderen Gefahren durch unseren Jugendbetreuer, der Übungs-Auftrag verlesen: „Explosion im Gebäude, mehrere vermisste Personen“. Die Gruppenführer teilten innerhalb ihrer Gruppen die einzelnen Aufgaben zu, gleichzeitig holte sich der Zugtrupp schon erste genauere Informationen beim Hauseigentümer. Ergebnis war, dass die Anzahl der vermissten Personen dabei auf genau 3 festgelegt werden konnte. Unsere beiden Jugend-Bergungsgruppen gingen also auf Erkundung, ein Trupp im Außenbereich, ein Trupp im leicht zugänglichen Innenbereich, und nach kurzer Zeit kam bereits die Meldung: „vermisste Person gefunden, bewusstlos, stark blutende Wunde am Oberarm, gebrochenes Bein“. Nach erfolgter Erstversorgung durch die Junghelfer wurde der Verletzte mittels Trage zum Sammelplatz gebracht und dort an die (imaginären) Rettungssanitäter übergeben. Anschließend wurde im engen Zusammenspiel der beiden Bergungsgruppen und dem Zugtrupp der Rest des Gebäudes systematisch durchsucht, so dass es am Ende des Tages hieß: „Alle vermissten und verletzten Personen gefunden und an den Sanitätsdienst übergeben.“ Ein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang hier dem „Kühlhaus Görlitz e.V.“, welcher uns sein Gelände zur Verfügung stellte und damit maßgeblich zum Gelingen der Übung beitrug.


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