Unbekannte Anzahl Vermisster nach Explosion

Seinen letzten Jugenddienst wollte einer unser Junghelfer, Marcel Seidel, mit einer ganz besonderen Übung beenden. Dafür dachte er sich ein Einsatzszenario aus. Dieses fand am 3. Februar 2018 auf dem Gelände des alten Schlachthofs in Görlitz statt. Diese Industriebrache weist viele Gebäude auf, die schwer zugänglich sind. Ideal, um nach einer angenommenen Explosion eine unbekannte Anzahl Verletzter anzunehmen. Um alle zu finden, lud er sich zusätzlich zu seinen eigenen Junghelfern aus Görlitz die Jugendgruppe des Ortsverbandes Zittau und die Rettungshundestaffel des DRK Görlitz ein.

Gegen 13:15 Uhr kam die Einsatzmeldung für die Jugendgruppen. Daraufhin versammelten sie sich vor der Unterkunft und teilten die Gruppen ein. Die Positionen der Einheitsführer wie Zugführer, Gruppenführer und deren Vertreter wurden von den älteren Jugendlichen übernommen. Alles sollte so weit wie möglich genau so sein wie bei den “großen“  Helfern, wobei die Kraftfahrer und die Übungsleiter ausgebildete Helfer der Ortsverbände waren. Nach der Einteilung ging es mit drei GKWs, Zugtruppfahrzeug und MZF (Mehrzweckfahrzeug) zum angenommenen Einsatzgelände. Dort wurde die Führungsstelle aufgebaut, von welcher der Zugtrupp den Einsatz koordinierte und leitete. Alle Informationen zum Einsatz gingen hier ein und alle weiteren wichtigen Entscheidungen zur Lage wurden hier getroffen.

Dann endlich konnten die erste und zweite Bergungsgruppe ausschwärmen und sich auf die Suche nach den vermissten Personen machen. Sie nahmen jeweils ein Hundeteam mit. Solch ein Hundeteam besteht aus je einem Hundeführer, einem Hund und einem Suchtrupp-Helfer. Ihre Suche erfolgte in verschiedene Richtungen. Das dafür zur Verfügung stehende Gelände des alten Schlachthofs ist mit mehr als 30.000qm groß genug, allerdings ist nicht alles zugänglich. Auf diesem Gelände konnten die Hunde sich spielend auslassen. Denn für Rettungshunde ist so eine Suche ein Spiel, wohingegen es für die Hundeführer die harte Realität ist, wenn sie zum Einsatz gerufen werden. So erzählten sie in der Pause, wie es ist, wenn man das Suchgebiet erwischt, wo dann tatsächlich die vermisste Person gefunden wird und diese dann vielleicht auch noch leblos ist. Bei der heutigen Übung waren es aber zum Glück nur Helfer des Ortsverbandes, die sich als Verletzte ausgaben und gesucht werden mussten. Dafür ging das jeweilige Hundeteam vorneweg. Durch diese Taktik können die Hunde mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn die Vermissten besser orten. War die vermisste Person dann gefunden, bellte der Hund an der Fundstelle und die Junghelfer  bekamen ihre Chance sich zu beweisen. Sie mussten mit dem Verletzten sprechen, herausfinden, was ihm genau passiert war und darüber entscheiden, wie man die Person aus ihrer misslichen Lage befreien konnte.

Die Auffinde-Situationen waren vielfältig: in kleineren Hohlräumen, mittendrin in Räumen, die aber schwer zugänglich waren oder in Kellerräumen zwischen einem Schuttberg. Ebenso verschieden wie die Lage waren dann auch die Verletzungsmuster. So trafen sie unter anderem auch auf einen Verletzten, der nicht gerettet werden wollte. Überzeugungsarbeit mit guten Gründen, warum die Rettung nötig ist, musste hier her. Insgesamt neun verschiedene Szenarien gab es am Ende für die Beteiligten zu entdecken.

Die Rettung selbst erfolgte dann ebenso individuell. Immer wieder mussten dabei auch schwere Lasten entfernt werden: ein Schrank klemmte einen Verletzten ein. Das Hebekissen kam hier zum Einsatz. Ein anderes Mal musste die schwere Laste zur Seite geschoben werden. Der hydraulische Spreizer war hier der Helfer für die Jugendlichen. Auch die Hydropresse kam zum Einsatz.

Ebenso wurden auch in engen und schlecht zugänglichen Räumen Vermisste entdeckt. Mithilfe des Schleifkorbs konnten aber auch diese Personen gerettet werden.

Insgesamt 34 Personen – Junghelfer und Helfer vom THW Görlitz und Zittau sowie Mitglieder der Rettungshundestaffel  - sorgten dafür, dass die Übung gelingen konnte. Die Jugendgruppe möchte sich bei den Verletztendarstellern, den Ortsverbänden sowie der Rettungshundestaffel des DRK Görlitz bedanken, welche Material und Fahrzeuge zur Verfügung stellten und damit aktiv zum Gelingen der Übung beitrugen.

Jens Courtois/Sabine Hänsch

Jugendgruppe beim Fußballturnier

Am 19.03.2016 fuhr die THW Jugend nach Ostritz zum alljährlichen Fußballturnier. Mit mehreren Feuerwehren wurde das Fußballturnier ausgetragen. Die THW Jugend ist mit einer Kleinen und einer Großen Mannschaft an den Start gegangen. Da noch genügend Spieler von Feuerwehr und THW frei wahren wurden in jeder Altersklasse eine zusammengewürfelte Gruppe an den Start geschickt. Nach mehreren Spielen stand der Spielstand fest! Die kleine Gruppe des THW OV Görlitz wurde 2. und die große Gruppe leider letzter, aber dabei sein ist alles ! Ein Dank geht an unseren Ralf der die THW Jugend nach Ostritz fuhr und mit unserer Jugendbetreuerin Cindy die Jugendgruppe betreut hat.

Spielerische Ausbildung

 

Die THW-Jugend hat das Ziel, ihre jugendlichen Mitglieder auf spielerische Art und Weise an die Technik des Technischen Hilfswerkes heranzuführen, ganz unter dem Motto der THW-Jugend: „Spielend Helfen lernen“. Die Begeisterung für Technik und vielfältige Freizeitgestaltung teilen die Jugendbetreuerinnen und Jugendbetreuer mit den Jugendlichen gleichermaßen.

In regelmäßigen Abständen (laut Dienstplan) werden Ausbildungsveranstaltungen abgehalten. Hier erlernt der Junghelfer/die Junghelferin nicht nur THW relevante Themen, wie z.Bsp. Seilkunde, Stegebau, Ausleuchten von Einsatzstellen, Erste Hilfe, Transport von Verletzten, Holz- und Steinbearbeitung (u.v.m.), es werden auch nicht zwingend THW-relevante Themen angeboten: Es werden Spiele-, Film-, Bastel-, Grill- und Kameradschaftsabende veranstaltet. Auch gemeinsame Unternehmungen, wie z.B. Zeltlager, sind bei den Junghelfern besonders beliebt und bilden oft den Höhepunkt des Jahres.

Sobald unsere Junghelfer/innen das 17. Lebensjahr vollendet haben, können Sie die Grundausbildung des THW absolvieren und im Anschluß in den Technischen Zug wechseln. Da die Jugendausbildung bereits eine Vielzahl der Grundausbildungsthemen behandelt hat, bestehen unsere Junghelfer diese Ausbildung immer mit sehr guten Ergebnissen.